Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Es handelt sich um ein dezentrales, flächendeckendes und niedrigschwelliges Informations- und Beratungsformat, das durch gebündelte Aktionen an einem festen Stichtag direkt in den Lebenswelten der Menschen stattfindet.

Der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht ist eine groß angelegte, jährliche Aufklärungskampagne. Er wird maßgeblich von den Landeskoordinierungsstellen für Glücksspielsucht der 16 Bundesländer initiiert – und zwar immer am letzten Mittwoch im September. An diesem Tag bündeln regionale Suchtberatungsstellen und auch Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland ihre Kräfte. Das gemeinsame Vorhaben ist es, in der breiten Öffentlichkeit ein starkes Bewusstsein für die Gefahren von Glücksspielen und Sportwetten zu schaffen und auf das Netz an regionalen Hilfsangeboten aufmerksam zu machen.

Website des Angebots

  • Anbieter: Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG)
  • Ort: Bayernweit
  • Laufzeit: Ab 01.09.2011
  • Thema: Gesundheitskompetenz verbessern
    Psychische Gesundheit stärken
    Sucht vorbeugen
    Schäden von Glücksspiel reduzieren
  • Lebenswelt: Kein Setting-Bezug
  • Altersgruppe: Erwachsene (30-64 Jahre)
    Jugendliche (13-17 Jahre)
    Junge Erwachsene (18-29 Jahre)
    Ältere (ab 65 Jahre)
  • Form: Präsenzangebot
    Informationsmaterial (print, online)

Das übergeordnete Ziel ist die gezielte Suchtprävention. Die Bevölkerung – und hier ganz besonders Jugendliche und junge Erwachsene – soll für die wachsenden und im Alltag oft unterschätzten Risiken von Glücksspielen (insbesondere Spielhallen, Online-Glücksspiele, Sportwetten) sensibilisiert werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Entstigmatisierung: Das Thema muss raus aus der Tabuzone. Betroffene und ihre Angehörigen sollen ermutigt werden, Scham und Schuldgefühle abzubauen, um so früh wie möglich die vielfältigen regionalen und überregionalen Hilfssysteme in Anspruch zu nehmen.

Da der Aktionstag dezentral organisiert ist, gibt es kein einheitliches, starres Protokoll. Vielmehr setzen die Akteurinnen und Akteure auf einen bunten Mix, um die Menschen bestmöglich zu erreichen – von gezielten Medienkampagnen bis hin zu lokalen Initiativen der Suchtberatungsstellen, sei es in Großstädten oder eben auch direkt vor Ort in einer Kleinstadt und der umliegenden Region.

Inhalte

  • Aufklärung über Suchtmechanismen: Wie genau funktionieren Spielhallen, Online-Casinos, Sportwetten oder glücksspielähnliche Elemente in Videospielen? Was ist Glücksspielsucht und wie erkennt man, ob man süchtig ist?

  • Risikoeinschätzung: Wo verläuft die schmale Grenze zwischen harmlosem Zeitvertreib, riskantem Spielverhalten und einer manifesten Sucht?

  • Lösungswege: Aufzeigen von ganz konkreten Auswegen und die Vorstellung von Selbsthilfe- sowie professionellen Beratungsangeboten.

Methode

Die Akteurinnen und Akteure setzen auf eine Mischung aus direkter Ansprache vor Ort und/oder medialer Präsenz:

  • Niedrigschwellige Informationsvermittlung: Infostände in Fußgängerzonen, Einkaufszentren oder bei Sportveranstaltungen. Andere Aktionen wie Riesenplanen, Riesenzeitungen, Demokratie-Säulen, es gibt sehr viele mögliche Aktionen, die jährlich wechseln können.

  • Interaktive Aktionen: Passantinnen und Passanten schauen nicht nur, sie werden in das Geschehen eingebunden, zum Beispiel bei Bodenplanen oder Demokratie-Säulen.

Ablauf

  1. Die Vorbereitungsphase: In den Monaten vor dem Stichtag planen die Einrichtungen ihre individuellen Aktionen. Parallel dazu startet die Werbung auf Social Media und in der Presse. In Bayern gibt es meist auch eine zentral durch die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern geplante Aktion, die in der Regel eine hohe Teilnahmequote aufweist.

  2. Der Aktionstag selbst: Am Tag der Tage finden bayern- und bundesweit unzählige Aktionen zeitgleich statt.

  3. Die Nachbereitung: In den Sozialen Medien werden die Aktionen mit Videos und Bildern noch einmal öffentlichkeitswirksam präsentiert. Betroffene werden erneut animiert, sich Hilfe zu suchen.

  • Ansatz: Verhaltensprävention
  • Förderung: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
  • Qualitätskriterien: Partizipation (Beteiligung, Mitbestimmung, Teilhabe)

Anbieter

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG)
Edelsbergstr. 10
80686 München

Thomas Baur
Telefon: 089552735913
E-Mail-Adresse: info@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) ist die zentrale Schnittstelle aller an der Prävention, Suchthilfe, Suchtforschung und Beratung bei Glücksspielsucht beteiligter Organisationen und Akteure. Beteiligt an der LSG sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH, das IFT Institut für Therapieforschung und auch der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e. V. Die LSG wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert.

https://www.lsgbayern.de

Letzte Aktualisierung: 15.06.2026

Für Sie erreichbar

Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe beim Eintragen Ihres Präventionsangebots?

Service-Hotline: 09131-6808 4000

Dienstags 10:30 bis 12:00 Uhr
Donnerstags 10:00 bis 12:00 Uhr
Freitags 10:00 bis 12:00 Uhr

praeventionspool@lgl.bayern.de